Prüfungsrecht

Die Kanzlei KORTE Rechtsanwälte aus Berlin berät und vertritt bundesweit zu allen Fragen des Prüfungsrechts.

Eine nicht bestandene Zwischenprüfung, Bachelorprüfung, Diplomprüfung oder Magisterprüfung bedeutet nicht, dass das Studium gescheitert ist und der Karrieretraum zerplatzt. In vielen Fällen lassen sich Formfehler und Prüfungswillkür im Prüfungsverlauf erfolgreich vor Gericht anfechten. Der Prüfungsinhalt kann nicht willkürlich vom Prüfer bestimmt werden, sondern muss sich an einem zuvor festgelegten Curriculum ausrichten. Bewertungssysteme müssen transparent und gerecht sein. Prüflinge können sich gegen befangene Prüfer wehren. Der Prüfling muss Lärm, unsachliche Bemerkungen oder sonstige Störungen nicht hinnehmen. Den Hochschulen ist für Prüfungen sehr streng vorgeschrieben, wer Mitglied einer Prüfungskommission sein darf. Multiple-Choice-Test mit einer absoluten Bestehensgrenze sind grundsätzlich rechtswidrig.

Allgemeines zum Prüfungsrecht

Das Prüfungsrecht ist dem Verwaltungsrecht zuzuordnen und findet bei allen Prüfungsleistungen Anwendung. Hierzu zählen neben Prüfungen im Rahmen der schulischen Ausbildung auch Prüfungen an Hochschulen, wie beispielsweise Klausuren, Promotionen und Habilitationen und andere Prüfungen. Da das Prüfungsrecht Teil des öffentlichen Rechts ist, können Prüfungen grundsätzlich mit allen im öffentlichen Recht zur Verfügung stehenden Rechtmitteln angefochten werden.

Rechte und Pflichten bei Prüfungen

Zum einen regelt das jeweilige Prüfungsrecht die Zulassungsvoraussetzungen und den Ablauf einzelner Prüfungen. Zum anderen sind im Prüfungsrecht auch diejenigen Voraussetzungen geregelt, die durch die einzelnen Prüfer erfüllt werden müssen. Wird gegen eine der im Prüfungsrecht geregelten Voraussetzungen verstoßen, kann die Prüfung grundsätzlich angefochten werden. Dabei ist jedoch immer auch zu bedenken, dass dem Prüfer ein eigener Beurteilungsspielraum zusteht, der gerichtlich nicht vollständig überprüfbar ist. Überschreitet der Prüfer jedoch seinen rechtlich zulässigen Beurteilungsspielraum, kann die Prüfung angefochten werden.

Die Vorgehensweise bei Prüfungsfehlern

Im Prüfungsrecht empfiehlt es sich, frühzeitig einen Rechtsanwalt zu kontaktieren, da in der Regel Anfechtungsfristen zu beachten sind. Werden die Fristen nicht eingehalten, können einige Fehler im Prüfungsverfahren nicht mehr erfolgreich angegriffen werden, wenn die Hochschule das Prüfungsergebnis bekannt gegeben hat. Die Gerichte vermuten im Abwarten einen Verstoß gegen die Chancengleichheit, welche ein prüfungsrechtliches Gebot ist. Außerdem würde der Prüfling hierdurch gegen seine Mitwirkungspflicht verstoßen. Betroffene können auch erhebliche Schadensersatzforderungen geltend machen, wenn Fehler der Prüfungsbehörden zu zeitlichen Verzögerungen des Studienabschlusses führen.

Seit 1998 betreuen wir, die Kanzlei Korte Rechtsanwälte, bundesweit zahlreiche Mandate erfolgreich im Hochschulrecht gegen Universitäten und Fachhochschulen. Wir bieten Ihnen anwaltliche Hilfe zu allen Fragen des Prüfungsrechts. Wir beraten Sie bereits vor Erhalt des Prüfungsergebnisses und betreuen Sie bis zu einer gerichtlichen Entscheidung.

Wir sind bundesweit für Sie tätig. Wir beraten Sie rund um die Uhr und sieben Tage in der Woche. Sie erreichen uns unter der kostenfreien 24-Stunden-Hotline

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